

ATLANTIS KREUZFAHRTEN
ATLANTIS MEDITERRANEAN CRUISE
In unseren Köpfen herrscht ein ganz spezielles Stereotyp von Kreuzfahrten, das maßgeblich bestimmt wird von älteren Herrschaften, einem müden Unterhaltungsprogramm und hemmungslosem Bräunen auf dem Oberdeck. Bis auf das tägliche Sonnenbaden wird man auf den Schiffen des US-Veranstalters Atlantis keinem dieser Vorurteile begegnen. Im Gegenteil: Eine Party jagt die nächste, die Bars sind immer voll und die Pools sowieso. Aber was will man anderes erwarten auf einem Kreuzer mit tausenden von Männern.
Schon bei der Einschiffung wird eines ganz deutlich: Atlantis ist ein US-organisiertes und -orientiertes Unternehmen. Alles geht sehr schnell und unkompliziert, die Begrüßung vonseiten der Crew scheint herzlich und ernst gemeint. Nirgendwo wartet man länger als fünf Minuten. Für Europäer sicher zunächst ein ungewöhnliches Gefühl, doch an diese Art von Service gewöhnt man sich gern. An jeder Ecke des mehrstöckigen Schiffes wartet ein freundliches Gesicht, und irgendwo unter den vielen Crewmitgliedern findet sich sicher auch jemand der eigenen Nationalität.
NOCH LANGE NICHT INS BETT!
Bei all dem gut gelaunten Personal – dabei schlafen einige nur wenige Stunden in der Nacht – und der ausschweifenden Stimmung an Bord fällt es nicht schwer, jeden einzelnen Tag die Partys am Pool oder indoor zu besuchen. Auch hier sind Berührungsängste ein Fremdwort. Zwei Minuten auf der Tanzfläche, und schon werden Eiswürfel mit der Zunge ausgetauscht. Später geht’s dann ab in die Kabine. Morgens, auf dem Weg zum eigenen Bett, kann man sich auf den endlosen Gängen mit den liebevoll dekorierten Türen anderer Passagiere ablenken. Fotos, Plakate und Pinnwände schmücken jede dritte Tür. Wer will, hinterlässt hier eine Nachricht und vielleicht die Kabinennummer. Kleiner Wermutstropfen der Kreuzer-Partys ist die Musik. Da das Publikum so international ist, halten sich die DJs eher in einer schwammigen Grauzone auf und experimentieren so gut wie gar nicht. Elektronisch, aber nie zu aggressiv, geht der Einheitstrance nach einigen Tagen auf die Nerven. Abhilfe schafft hier nur der mitgebrachte Laptop.
NOCH LANGE NICHT ALLES!
Fernab von durchzechten Nächten, schwitzenden Typen und Sonnendecks hat Atlantis vor allem eines zu bieten: Destinationen, die schon immer einmal besucht werden wollten, aber nie so recht in den Terminkalender passten. Meist noch vor dem Frühstück legt der Luxusliner in den Häfen an, sodass der erste Blick auf ein völlig neues Panorama schon beim Kaffee möglich ist. Besonders sehenswert und auch in 2009 dabei ist Griechenland. Mit karger Landschaft, die von weißen Häuserfassaden durchbrochen wird, hat Mykonos einen unverwechselbaren Vibe. Und auch, wenn das Nachtleben hier erst zu später Stunde so wirklich ins Rollen kommt – das Schiff legt noch vor dem Siedepunkt ab –, sind allein die Strände so unwirklich schön, dass der Speicherplatz auf der Digicam ungemein schnell schwindet. Wem das noch nicht exotisch genug ist, der sollte sich einmal über die anderen Touren schlau machen: Neben der Ostsee befährt Atlantis auch die Karibik und die Hotspots Asiens. •fj WWW.ATLANTISEVENTS.COM
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