Reise
 
 

BARCELONA

DAS PRALLE LEBEN

Barcelona ist ein touristisches Muss. Bevor man die große weite Welt erkundet und sich den unentdeckten Flecken dieser Erde widmet, sollte man zunächst das selbsternannte FREILUFTMUSEUM Europas besuchen. Vorausgesetzt natürlich, man steht auf Shopping, Fashion, Party, mediterrane „Wenn nicht heute, dann eben morgen“-Gelassenheit sowie viele Menschen, viele Autos und viel Sonne – eben das pralle Leben.

Egal wann, Barcelona lohnt immer

Eigentlich ist es völlig egal, wann man die spanische Metropole besucht, ob im Januar bei sonnigen 15 Grad zum Winterschlussverkauf oder im Sommer bei schweißtreibenden 30 Grad, zu den Eurogames 2008 im Juli (24.–27. Juli) oder zum Loveball im August. Die Regenwahrscheinlichkeit ist so gering, dass es die Einheimischen langsam beunruhigt. – Den Touristen freut es, vorausgesetzt er ignoriert für ein paar Tage die Problematik der globalen Erderwärmung.
Wer es ein wenig entspannter mag und keinen Bock auf nervige Touristenaufläufe hat, dem empfiehlt sich, die Hauptstadt Kataloniens in den Wintermonaten zu bereisen. Besonders der Januar ist ein Traummonat für Shoppingwütige, denn ab dem 7. Januar bis zum Monatsende ist hier Winterschlussverkauf. Dann lauern überall modische Schnäppchen bei Sonderöffnungszeiten auch am Sonntag.
Allerdings scheint die ehemals angesagteste Modemetropole Europas ihren Fashion-Status an Städte wie Berlin oder Istanbul verloren zu haben. Trotz der Tatsache, dass die BREAD AND BUTTER, die Modemesse für Trendsetter, seit zwei Jahren nicht mehr in Berlin, sondern in Barcelona stattfindet. – Ein Blick in das reichhaltige Sortiment der unzähligen Läden vom Prachtboulevard PASSEIG DE GRACIA runter über die AV. DEL PORTAL DE L’ANGEL bis zum CARRER DE PORTAFERRISSA lässt wenig Revolutionäres erkennen. Das hier traditionell stark vertretene Schuhhandwerk enttäuscht geradezu mit überladenen, fast schon barocken und oft untragbaren Kreationen. Selbst die gemeinhin als Trendmaßstab herangezogene Jugend auf der Straße ist nicht besonders experimentierfreudig – zumindest was ihr Äußeres betrifft.

Wenn nicht heute, dann eben ...

Was die 1,6 Millionen Katalanen in Barcelona hingegen nicht verloren haben, ist ihre Lässigkeit und Unbekümmertheit. „Wenn nicht heute, dann eben Morgen“ gilt hier nach wie vor, auch an den überfüllten Tresen in Bars und Clubs wie ZELDA oder ARENA. Erstaunlich geduldig steht das durstige Publikum an, während sich meist zwei Barleute mehr oder weniger abmühen, die teuren Getränke auszuschenken.
Ebenfalls ein gutes Beispiel für die Mentalität ist die von Spaniern verehrte Jugendstil-Ikone ANTONI GAUDÍ. Er ließ seine Bauwerke vor der Fertigstellung bis zu vier Mal abreißen und neu errichten, bis er endlich zufrieden war, und trieb so die Auftraggeber zur Weißglut. An seinem Lebenswerk, dem unvollendeten Sakralbau SAGRADA FAMILIA, wird schon seit 125 Jahren gewerkelt. – Die wird also frühestens morgen fertig.
Umso erstaunlicher ist es, wie gut alles letztendlich funktioniert. Man könnte auch meinen: Wozu sich vorher über etwas Gedanken machen, wenn man es auch noch in letzter Minute schaffen kann? – Hauptsache es klappt.
Die Zeit bis zur Entscheidung oder Ausführung überbrücken die gelassenen Spanier mit den schönen Dingen des Lebens. Sie lieben ihre Stadt, sie lieben es auszugehen, zu essen, zu feiern und sich zu zeigen. Fast schon beneidenswert glücklich und oft als Pärchen flanieren sie auf den Einkaufsstraßen wie LA RAMBLA, in den pittoresken Seitengassen oder am Wasser. – Gar nicht so schlecht, diese Mentalität.

Oh, wie süß die Verlockung

Und wie profitiert nun der Tourist vom prallen Leben der Barceloner? Indem er der süßen Verlockung nachgibt, sich dem nicht enden wollenden Party- und Kaufrausch hingibt und den süßen Gaumenfreunden frönt!
Das Epizentrum der Lust heißt ganz simpel GAIXAMPLE, abgeleitet von dem Stadtteil, in dem sich die Szene niedergelassen hat, EIXAMPLE. Als idealer Ausgangsort empfiehlt sich das Designhotel AXEL (AXELHOTELS.COM). Hier ist man in bester Lage und nur wenige Meter von den Szene-Bars und wenige Gehminuten von den meisten Clubs entfernt. Wer das Tanzbein schwingen kann, der erreicht auch jede Location zu Fuß. Das Tanzen kommt allerdings erst sehr spät, denn die Reihenfolge lautet: essen (21 Uhr), trinken (0 Uhr) und dann erst feiern (2 Uhr).
Das späte und ausgedehnte Essen bekommt nicht jedem gut und droht zunächst in Trägheit zu resultieren. Man kann es natürlich überspringen und gleich mit der Bar-Tour loslegen, vor Mitternacht macht das aber keinen Sinn. In den warmen Sommernächten empfiehlt sich auch für Nicht-Gäste die Dachterrasse des Hotel AXEL mit Whirlpool, tollem Ausblick und Cocktails zum genussvollen Zeitvertreib über den Dächern Barcelonas.
Gleich daneben in der CONSELL DE CENT reihen sich die Szene-Bars aneinander und bedienen jeden Geschmack. Am besten man klappert sie erst einmal der Reihe nach ab und entscheidet hinterher, wo man bleiben möchte. Die Spannweite reicht vom prolligen Kiddy-Schuppen STRASS über das angesagte DIETRICH, das beliebte und coole ZELTAS ZELTAS.NET bis zum brechend vollen PUNTO ARENADISCO.COM.

Leider kommt in den Bars noch keine richtige Partystimmung auf, denn hier wird erst vorgeglüht. Ein Besuch lohnt aber allein schon deswegen, weil man bei der Getränkebestellung oder auf Nachfrage Freitickets für einen der Clubs bekommt. Beispielsweise gibt es im Punto Freitickets für die Arena Disco Gruppe und im Dietrich für das Metro.
Die Clubszene ist groß und vielfältig und an einem Wochenende kaum komplett zu erkunden. Wie überall wechseln sich auch hier die Clubs in ihrer Beliebtheit ab. Derzeit gilt: Im ARENA CLASSIC ARENADISCO.COM gehen die Youngster zu Latin-House und Popmusik gerne auch oben ohne ab. Der Klassiker METRO METRODISCOBCN.COM lockt mit seiner coolen Location und den housigen Beats eine riesige Meute an. Und das MARTIN’S MARTINS-DISCO.COM ist die erste Wahl für richtige Kerle und ihre Fans. Im Sommer wird besonders ausschweifend auf Megapartys gefeiert, beispielsweise von der MATINEE GROUP MATINEEGROUP.COM.
Und wer Lust auf Sport und Olympia-Feeling hat, der kommt am besten zu den Eurogames Ende Juli 2008, denn die werden diesmal in Barcelona im weltberühmten Olympia-Park ausgetragen. TOMONTOUR.COM / EUROGAMES.INFO/2008

INFO

Das hetero-friendly AXEL Hotel, liegt mitten im Herzen der Szene, bietet cooles Design und ist bestens auf das Szene-Publikum zugeschnitten. AXELHOTELS.COM – Alternativ empfiehlt sich das Designhotel GRANADOS: Afrikanisch inspiriert überzeugt es mit einem modernen und dennoch warmen Wohlfühlambiente. DERBYHOTELS.COM

Best Club

METRO heißt der Klassiker mit zwei Tanzflächen, House und Pop sowie coolen Leuten in coolem Ambiente. Freitickets gibt es in der Dietrich-Bar. METRODISCOBCN.COM – Samstags ist MARTIN’S-TAG ... im Moment sehr angesagt und mit erwachsenem Publikum. MARTINS-DISCO.COM

Best Bar

Idealer Einstieg im Sommer auf der Dachterrasse des AXEL. – Schick und eher ruhig, gut zum Sich-Kennenlernen und Cocktailschlürfen ist die PLATA BAR: CONSELL DE CENT, 233. – Guten House und nettes Ambiente gibt es im ZELTAS. ZELTAS.NET – Gute Shows und Freitickets fürs Metro in der DIETRICH-BAR: CONSELL DE CENT, 255. AXELHOTELS.COM

Must Visit

GAUDI’S Meisterwerke: SAGRADA DE FAMILIA, LA PEDRERA & PARC GÜELL. Natürlich auch die Künstler- und Flaniermeile LA RAMBLA. Besonders pittoresk sind die unzähligen Seitengassen rechts- und links der Rambla. Das angesagteste, lebendigste und schönste Viertel heißt EL BORN, südöstlich von La Rambla.

Best Buy

Die Shopping-Tour am besten im Norden auf dem Prachtboulevard PASSEIG DE GRACIA anfangen, dann runter auf die AV. DEL PORTAL DE L’ANGEL bis zum CARRER DE PORTAFERRISSA. Trendige Sachen findet man in dem Viertel EL BORN.

Best Restaurant

CASTRO: Schick, trendy und lecker mit mediterraner Küche zu angemessenen Preisen. Günstiger und mit lockerer Bar-Atmosphäre empfiehlt sich auch das SAZZERAK: CONSELL DE CENT, 211. CASTRORESTAURANT.COM

Best Café

Man muss im La PALLARESA gesündigt haben, beim Löffeln der besten dickflüssigen Schokolade der Stadt – mit frisch geschlagener Sahne! PETRIXOL, 11, UNWEIT DER RAMBLA.

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